| Börsennotierte Vergleichsunternehmen | Welchen Preis zahlt der Kapitalmarkt heute für vergleichbare Unternehmen? | Profitabel arbeitende Unternehmen mit tatsächlich vergleichbaren börsennotierten Wettbewerbern. Die am Markt verankerte Ausgangsbasis | Die Betrachtung basiert auf Minderheitsanteilen und enthält daher keine Kontrollprämie. Vergleichsgruppen sind selten so vergleichbar, wie sie zunächst erscheinen, und das Ergebnis schwankt eher mit der Marktstimmung als mit der Entwicklung des Unternehmens. |
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| Vergleichstransaktionen | Welche Preise haben Käufer tatsächlich für die Kontrolle über vergleichbare Unternehmen gezahlt? | Verkaufsprozesse, bei denen die Kontrolle über das Unternehmen erworben wird | Daten zu privaten Unternehmen im mittleren Marktsegment sind spärlich und oft veraltet. Veröffentlichte Multiplikatoren lassen Earn-outs und käuferspezifische Synergien regelmäßig außer Acht, sodass die publizierten Kennzahlen ein zu positives Bild vermitteln. |
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| Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) | Welchen Barwert haben die künftig von diesem Unternehmen erwirtschafteten Zahlungsüberschüsse? | Etablierte Unternehmen mit planbaren Zahlungsströmen sowie sämtliche fremdfinanzierten Transaktionen | Der Endwert macht typischerweise 60–80 % des Ergebnisses aus. Damit beruht das Ergebnis im Wesentlichen auf einer Einschätzung zu zwei Annahmen. Für Unternehmen vor Erzielung erster Umsätze nahezu unbrauchbar. |
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| DCF einschließlich Synergien | Welchen Wert hat das Unternehmen für einen bestimmten Käufer, einschließlich der von ihm realisierbaren Vorteile? | Strategische Käufer und die Bestimmung der eigenen Preisobergrenze vor Beginn der Verhandlung | Synergien stehen grundsätzlich dem Käufer zu. Die Forderung, sämtliche Synergien vergütet zu bekommen, hält der Verhandlungspraxis selten stand. Kostensynergien sind belastbar; Umsatzsynergien sind es meist nicht. |
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| Fremdfinanzierte Übernahme (LBO) | Welchen Preis kann ein Finanzinvestor zahlen und dennoch seine Mindestrendite erreichen? | Verkaufsprozesse mit Finanzinvestoren sowie als Test der Wertuntergrenze in jeder Wettbewerbssituation | Es handelt sich um eine Tragfähigkeitsrechnung, nicht um eine Bewertung. Das Ergebnis hängt stärker von der Verfügbarkeit von Fremdkapital und der Haltedauer ab als vom Unternehmen selbst. |
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| Sum-of-the-Parts-Bewertung (SOTP) | Welchen Wert hat jedes einzelne Segment, wenn es nach den jeweils passenden Maßstäben bewertet wird? | Unternehmen mit mehreren Segmenten, für die tatsächlich unterschiedliche Multiplikatoren sachgerecht sind | Erfordert verlässliche Finanzdaten auf Segmentebene, über die die meisten privaten Unternehmen nicht verfügen. Die Verteilung der zentralen Gemeinkosten beeinflusst das Ergebnis oft unbemerkt maßgeblich. |
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| Venture-Capital-Methode | Welchen Wert muss das Unternehmen beim Ausstieg erreichen, damit der Investor seine Zielrendite erzielt? | Unternehmen vor Erzielung erster Umsätze und in der Frühphase, bei denen alle anderen Methoden versagen | Die Berechnung erfolgt rückwärts ausgehend von einer geforderten Rendite. Sie bildet daher die Investorenrechnung und nicht den inneren Wert ab. Das Ergebnis wird vollständig von der Annahme zum Ausstiegswert bestimmt. |
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